Clinet. Latour à Pomerol. Montviel. Drei Namen aus dem Herzen von Pomerol, Appellation für Weine, die regelmäßig dreistellige Preise erzielen. Und zwischen diesen drei Gütern — 3,18 Hektar, neun Parzellen, ein Eisenboden aus feinem Kies mit Crasse de Fer und Ton im Untergrund. Genau derselbe Boden, der Pomerol zu dem macht, was es ist. Badine de la Patache 2019, kommt von dort. Das Grundstück La Patache hat eine Geschichte, die man sich nicht ausdenkt: Der Name kommt von einem Postrelais an der Nationalstraße 89 zwischen Bordeaux und Lyon. „Les pataches" waren im 19. Jahrhundert Pferdekutschen, die auf dem Land als Postdiligenzen dienten. Und die originalen Steingebäude auf dem Anwesen waren tatsächlich das ehemalige Postamt am Eingang von Libourne. Peter Kwok, der 2011 gemeinsam mit seinem Sohn Howard das Château La Patache erwarb, und der heute mit Vignobles K auch Château Bellefont-Belcier in Saint-Émilion führt, setzt auf einen klaren Anspruch: Parcellenbewirtschaftung mit derselben qualitativen Philosophie, die auch seine Grand-Cru-Güter auszeichnet. Traditionelle Landwirtschaft, einfacher Guyot-Schnitt, natürliches Gras zwischen den Reihen, Bodenbearbeitung unter der Rebe, Entknospung, behutsames Entblättern, Grünernte wenn nötig. Die Badine — auf Französisch die Peitsche des Reiters — ist dabei das Ergebnis einer Selektion der besten Parzellen. Nur 5.000 Flaschen. 90% Merlot, 10% Cabernet Franc, 20% Ausbau in Eichenfässern für 12 Monate. Nase: blumig, Rosenblätter, kleine schwarze Früchte — Blaubeere, Brombeere. Gaumen: Kakaopulver, süße Gewürze, frisch und köstlich. Geschmeidige, weiche Textur, gut gereifte Trauben. Ein Pomerol zu Lammrücken, Wildgeflügel, Pilzrisotto, gereiftem Comté. Servieren bei 16–17 °C, 1 Stunde dekantieren.