Im 13. Jahrhundert sang Martín Códax Liebeslieder an das Meer. Der galicische Troubadour lebte in Cambados, an der Atlantikküste Nordwestspaniens, und seine erhaltenen Kanzonetten zählen zu den ältesten weltlichen Gesängen der iberischen Halbinsel — Liebeslieder für das Wasser, das diese Küste prägt und beherrscht. Die Bodega, die seinen Namen trägt, wurde 1986 gegründet. Der Alba Martín trägt auf dem Etikett vier galicische Wörter: „Parcelas Bañadas Polo Océano Atlántico" — Parzellen, die vom Atlantik gebadet werden. Aus 1.400 Parzellen, viele direkt am Atlantik, auf Granitböden des Val do Salnés, entsteht dieser Albariño — im Stahltank vergoren, ohne Holz, ohne Eingriff in das, was das Meer und der Granit in dieser Traube hinterlassen haben. Leuchtendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Zitrusfrüchte, Apfel und Passionsfrucht in der Nase, dazu ein feiner Hauch Fenchel und Mandeln — und am Gaumen jene angenehm mineralisch-salzige Frische, die man nur von Weinen bekommt, die wirklich am Atlantik entstehen. Zu Meeresfrüchten, gegrilltem Fisch, Ceviche, Jakobsmuscheln, frischen Salaten.