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Bordeaux Jahrgang 2017

Die meistbenutzten Worte in diesem Jahr: Frost, Ernteausfall und frühe Lese. Durch die schlechten Berichte einiger Medien waren meine Erwartungen nicht groß. Aber wie es die vergangenen Jahre gezeigt haben ist die eigene Recherche aus erster Hand in Gesprächen mit Eigentümern/Winzern und Kellermeistern die wertvollste. 

Ein früher Austrieb birgt immer die Gefahr dem Frost eine Angriffsfläche zu bieten und so gab es leider auch dramatische Frostschäden bis zum Totalausfall. Auf der Appellations-Verkostung -im Gespräch mit dem Repräsentanten von Chateau Chantegrive in Graves- erfuhr ich das es bei Chantegrive keinen Rotwein geben wird und der Frostschaden beim Weisswein mit 30% zu buche schlägt…das ist bewegend und schmerzt. 

Es ist zu erwähnen das es auch Chateaux gab ohne nennenswerte Schäden, es waren vor allem die geografisch niedrigeren Lagen betroffen, die erhöhten blieben weitestgehend verschont. 

Frostschäden, einige Beispiele: die Appellationen St. Julien, Pauillac und St. Estephe hatten minimale Schäden, Pessac-Leognan und Margaux 10%-50%, Fronsac, St. Emilion und Pomerol über 80%.

Die Blüte verlief unter warmen Bedingungen obwohl der Niederschlag sowohl im Mai als auch im Juni überdurchschnittlich war. Die Sommerperiode hingegen war trockener als der 30-jährige Durchschnitt und der Durchschnitt von "Jahrgängen" wie 2005, 2009 und 2010. Der Regen im September war überdurchschnittlich, was aber kein Problem der Verdünnung darstellte, für manche Chateaux war der Regen sogar nötig. 

Der Jahrgang gilt als heterogen und ist in der Qualität anzusiedeln bei 2012 und 2014, es gab herausragende Qualitäten und natürlich auch durchschnittliche. Ich war von Beginn an ein Fan des Jahrgangs 2012 und möchte erinnern das in vielen Beispielen im Nachgang aufgewertet wurde und die anfänglichen Zweifel damit ad acta gelegt werden konnten. Auch hört man -und das kann ich bestätigen- das sich 2014 sehr gut entwickelt und das es eine erhöhte Nachfrage zu diesem Jahrgang gibt. Die Preise werden ungefähr auf dem Niveau von 2014 mit einem kleinen Aufschlag liegen, das ist ein sehr gutes Signal wobei das perfekte pricing für mich bei 2014 oder etwas unter 2014 liegen sollte.

Es ist wichtig sehr selektiert vorzugehen, besonders in St. Emilion und Pomerol, denn es gab große wie auch sehr durchschnittliche Qualitäten. Der Jahrgang spielte dem Cabernet mit Tiefe und ansprechenden Fruchtkomponenten in die Hände, der Merlot ist vielerorts eher dünn. Das ist keineswegs die Regel, Paradebeispiel Vieux Chateau Certan, basiert auf Merlot und ist von sehr hoher Qualität. 

Fazit: Wenn Sie sehr gut selektieren gehört 2017 in einen guten Weinkeller!

Empfehlungen: Vieux Chateau Certan, Mouton Rothschild, Pichon Comtesse Lalande, Montrose, Smith Haut Lafitte Blanc, Cos d’Estournel, Ausone, Haut Brion, Leoville Barton, Latour, Pontet Canet, Cheval Blanc, Canon, Pape Clement, Pavie.

Ihr Lorenc Dudas

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