Weinwisser
94 % Cabernet Sauvignon, 5 % Merlot, 1 % Petit Verdot, pH 3.85, Presswein 17 %. Ungeheuer tiefgründiges Bouquet, Wildkirsche, Graphit, weißer Pfeffer und rote Johannisbeere. Im zweiten Ansatz getrocknete Fliederblüten und Graphit. Am geradlinigen, druckvollen Gaumen mit feinmehligem Extrakt und einer rasiermesserscharfen Rasse, die sich ungemein elegant um den durchtrainierten Körper legt. Im sehr straffen, konzentrierten Finale katapultiert sich der Pauillac wie ein Sprinter nach vorne mit schwarzbeerigen Konturen, tiefschürfender Terroirwürze und körniger Adstringenz. Dieser Pauillac ist mit einem gewaltigen Lagerpotenzial ausgestattet. So eine pure Rasse haben wir bei Lafite bei einer Primeur-Verkostung noch nie erlebt.
Falstaff
13,6 % Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Zart tabakig unterlegtes Edelholz, schwarze Waldbeeren, Cassis und dunkle Kirschen, ein Hauch von Orangenzesten und Lakritze. Stoffig, schwarze Beeren, frische Kirschen, Ribiseln, finessenreiche Struktur, seidige Tannine, mineralisch-salzig im Abgang, geprägt von enormer Länge, grandioses Reifepotenzial.
James Suckling
A classical Lafite that reminds me of something like the 1986, with its blackcurrant and tobacco character with cedar and hazelnut, but it's so today with its purity and precision. It's really about being Lafite here. Terroir gives great elegance with strength.
Jeff Leve
Garnet in color, a single swirl brings out its cornucopia of scents: flowers, currants, cherries, smoke, leather, lead pencil, Cuban cigar wrapper, orange rind and smoke. The wine is pure silky, elegance in texture. This is perhaps the most sensuous vintage of Lafite ever produced with its dream texture on the palate. In the mid-palate, the wine shifts from black to red to black fruits before moving to its wave of orange citrus, ending with refreshing mint notes. The purity in the fruits is striking. The over 60-second finish is seamless, which is a good thing, because this wine is so good, you never want it to end. The wine is complete from start to finish. The wine blends 94% Cabernet Sauvignon, 5% Merlot, and 1% Petit Verdot. It is interesting to note that the wine includes 17.5 % press wine in the blend, which sets a record for Lafite. 13.6% ABV, 3.85 pH. Harvesting starting August 31 for the young Merlot vines, for the grapes used in the Grand Vin, September 5, - September 23. Yields were 35 hectoliters per hectare. 40% of the harvest went into the Grand Vin. This is an earth-shattering vintage of Lafite that buyers with the disposabile income should add to their cellar. Drink from 2030-2065. 98-100 Pts.
Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer:
Château Lafite Rothschild | 33250 Pauillac | Frankreich
Weitere Informationen über das Weingut Chateau Lafite Rothschild
Der Name Lafite findet das erste Mal im Jahr 1234 schriftliche Erwähnung in Gestalt eines gewissen Gombaud de Lafite, der Abt des Klosters von Vertheuil im Norden Pauillacs war. Seit dem 14. Jahrhundert ist Lafite auch als Lehensgut verzeichnet. Der Name selbst geht zurück auf den Ausdruck „la hite“, der im Dialekt der Gascogne soviel wie „kleiner Hügel“ bedeutet. Es ist wahrscheinlich, dass es schon lange vorher Rebstöcke auf diesen Ländereien gab, aber erst die Familie Ségur strukturierte den Weinberg und begründete damit den Ruf Lafites als bedeutsames Weingut. Die Pflanzung des Lafite Weinbergs gegen 1670, sowie in den frühen 1680er Jahren wird daher Jacques de Ségur zugeschrieben. Alexandre, der Sohn und Erbe Jacques de Ségurs, nahm 1695 die Erbin des Château Latour zur Frau. Aus der Ehe ging der gemeinsame Sohn Nicolas-Alexandre de Ségur hervor. Die beiden Lehensgüter Lafite und Latour waren somit in den frühen Jahren ihres gemeinsamen Weinbau-Vermächtnisses miteinander vereint. Der Weinberg besteht aus drei großen Zonen: die „coteaux“ rund um das Château, die im Westen angrenzende Carruades-Ebene sowie 4,5 Hektar in der Nachbargemeinde Saint Estèphe. Die gesamte Fläche beträgt 112 Hektar, davon sind 107 Hektar reine Rebfläche. Die tiefen Böden bestehen aus feiner Kieselerde gemischt mit Flugsand auf einem Untergrund aus Tertiärkalkstein. Die Entwässerung wie auch die Sonnenausrichtung sind hervorragend. Die angebauten Rebsorten sind Cabernet Sauvignon (70 %), Merlot (25 %), Cabernet Franc (3 %) und Petit Verdot (2%). Das Durchschnittsalter der Rebstöcke beträgt 39 Jahre, aber die Rebstöcke unter zehn Jahren werden nicht in den Grand Vin eingebracht. Das bedeutet, dass das Durchschnittsalter der Reben des Erstweins (Château Lafite Rothschild selbst) eher bei rund 45 Jahren liegt. 18 Hektar der Rebstöcke sind älter als 50 Jahre. Die älteste Parzelle mit dem Namen „La Gravière“ wurde 1886 gepflanzt. Da das Château Lafite Rothschild und das Château Duhart-Milon direkt aneinander angrenzen, werden beide Güter seit 1962 von einem einzigen Team verwaltet. Der technische Direktor der Domaines ist Charles Chevallier. Bei seiner Arbeit stehen ihm der Winzer und Önologe Christophe Congé und Regis Porfilet als verantwortlicher Betreuer der Weinberge zur Seite. Die auf beiden Châteaux angewandten Techniken sind vollkommen traditionell und beinhalten eine bewusste Einschränkung des Ertrags, eine Weinlese von Hand und die manuelle Ausführung vieler weiterer Arbeiten, die während eines Jahres anfallen. Da wenig oder gar kein chemischer Dünger verwendet wird, sondern nur geringe Mengen Stallmist, erreichen die Rebstöcke ein hohes Alter. Aus diesem Grund werden sie auch nur schweren Herzens ausgerissen. Das aber geschieht normalerweise sobald sie die 80 Jahre überschritten haben.